Architektur

Schaulager Basel - Herzog & de Meuron

Herzog & de Meuron Architekten gehören zu den bekanntesten und renommiertesten Architekturbüros weltweit. Neben der Tate Gallery of Modern Art (London) zählen Bauten wie die Allianz Arena (München), das Olympiastadion in Peking und die Elbphilharmonie zu den bekanntesten Werken des Büros.

Auch das Schaulager in Basel wurde als Ausstellungsort und als Lager für zeitgenössische Kunst von Herzog & Meuron geplant und kann durchaus als architektonischer Prototyp bezeichnet werden.
Die Fassade, als auch Oberflächen im Innenbereich des Gebäudes, sind außergewöhnlich und durch innovative Fertigungstechniken entstanden.

So dienten die dreidimensionalen Strukturen eines gezielt deformierten Zylinders als Ausgangsobjekt für die Formgebung der organischen Strukturen. Von diesem etwa 40 cm langen Zylinder wurde ein präziser 3D-Scan angefertigt.
Die Freeform GmbH hat mittels Reverse Engineering die Daten sorgfältig aufbereitet, und anschließend alle formgebenden Elemente aus diesem 3D-Modell abgeleitet.

Konstruktive Details, wie etwa für Wasserabläufe, wurden nach technischer Vorgabe und den Wünschen des Architekturbüros direkt in die 3D-Modelle integriert.

Auf speziellen Fräsmaschinen entstanden auf Basis der 3D-Daten etwa fünf Meter lange Styroporelemente. Diese wurden eingeschalt und dienten bei der Herstellung der Fensterstürze aus Betonguss als „verlorene Form“.

Strukturen an Decken und Wänden

Die Planung von Herzog & de Meuron sah vor, dass die geometrischen Strukturen aus den Fensterstürzen ebenfalls in den Innenräumen wieder zu finden sind.

Verwendung fand dieser Ansatz in der aufwändig gestalteten Decke der Cafeteria. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten von Herzog de Meuron entwickelte die FREEFORM GmbH ein ausgeklügeltes System, um die gewünschte Geometrie effektiv umzusetzen.

Mit 3D-Flächenmodellierung entstanden 4 Basissegmente die geschickt kombiniert, ein nahtloses, sich nicht wiederholendes Muster ergaben. Haustechnik, wie z.B. die Form der Lampen und Positionen von Sprinkleranlagen, wurden schon in der Konstruktionsphase berücksichtigt um eine perfekte Planung zu ermöglichen.

Anschließend fertigten computergesteuerten Fräsmaschinen (CNC) über 80 Schalungselemente aus Styropor, die fest im Gebäude verbaut und aufwändig beschichtet wurden.

Freiformflächen im Auditorium

Die biomorphe Gestaltung der Außenwand wiederholt sich in den Wandelementen, die an den Wänden und Türen im Auditorium verbaut wurden. Für die Fertigung dieser Wandelemente, entwickelte die Freeform Gmbh ein 3-dimensionales Computermodell.

Herzog & de Meuron hat mit dem Schaulager in Basel ein Gebäude geschaffen welches selbst nicht weniger Kunstwerk ist, als die Schätze, die es in sich birgt.

Beispiele für Skulpturen

Airbus Formteile

Airbusteile sind toll

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